Archiv für den Monat: Dezember 2015

Türchen 25 – Ein armer Bauer

Reis-BauerEs war einmal ein armer chinesischer Reis-Bauer, der trotz all seines Fleißes in seinem Leben nicht vorwärts kam. Eines Abends begegnete ihm der Mondhase, von dem jedes Kind weiß, dass er den Menschen jeden Wunsch erfüllen kann.

“Ich bin gekommen”, sagte der Mondhase, “um dir zu helfen. Ich werde dich auf den Wunschberg bringen, wo du dir aussuchen kannst, was immer du willst.”

Und ehe er sich versah, fand sich der Bauer vor einem prächtigen Tor wieder. Über dem Tor stand geschrieben:  “Jeder Wunsch wird Wirklichkeit”. Türchen 25 – Ein armer Bauer weiterlesen

Türchen Nr. 24/2 – Nichts …

Nichts… (eine herzzerreißende Weihnachtsgeschichte)

Es ging bereits wieder mit riesigen Schritten auf Weihnachten zu. Schon wieder war der zweite Advent vorbei und Noah hatte noch nichts an Geschenken für seine Pflegeeltern.

Der quirlige kleine Kerl war gerade mal 9 Jahre alt und trug sein Haar fast schulterlang. Es lugte unter seiner braunbeigen Bommelmütze hervor und ließ ihn richtig kess ausschauen. Sein wattierter Anorak in weinroter Farbe zeigte jedoch deutlich, dass hier kaum Geld vorhanden war, neuere oder modernere Kleidung anzuschaffen. Weiterlesen

Türchen 23 – Vater war sprachlos

Vater und Sohn

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf der Farm einer sehr armen Familie.

Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: „Wie war dieser Ausflug?“

„Sehr interessant!“, antwortete der Sohn.

„Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?“

„Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.“

„Was hast du also gelernt?“, fragte der Vater.

Und der Sohn antwortete: „Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört.

Vater

Wir  haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.“

Der Vater war sprachlos.

Und der Sohn fügte noch hinzu: „Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.“

Autor unbekannt

Wie geht es Dir? Worauf und wie schaust Du auf Dein Leben?

Wofür kannst Du dankbar sein? Wo bist du reich?

Alles Liebe

Michael und das LebensfreudeTeam

Türchen 22 – Die Muschel – ihr wahrer Wert

Vor der Küste, auf einer der größeren Inseln, lebte ein Junge. Er hatte eine ganz besondere Muschel, die er seiner Lehrerin schenkte.

Sie sagte: „Ich habe noch nie eine solch schöne Muschel gesehen! Wo hast du diese kostbare Muschel denn gefunden?“

Muschel
Die wundervolle Muschel

Ihr Schüler erzählte von einer versteckten Stelle am anderen Ende der Insel, und dass dort hin und wieder solch eine Muschel angeschwemmt würde.

„Ich werde diese wundervolle Muschel mein Leben lang aufbewahren und ich danke dir von Herzen. Aber du hättest doch keinen so weiten Weg machen sollen, nur um mir etwas zu schenken.“

Darauf antwortete der Junge: „Aber der weite Weg ist doch ein Teil des Geschenks!“

Der weite Weg ist ein Teil des Geschenks

Wie oft haben wir weite Wege und regen uns darüber auf? Oder sind nicht bereit weite Wege zu gehen!

Ist der weite Weg nicht gerade ein Teil des Geschenks? Wir wünschen uns auf der einen Seite, dass alles schneller und einfacher geht und zu bekommen ist. Auf der anderen Seite suchen wir genau nach dem, was nicht so einfach zu bekommen ist. Was mit Mühe und langen Wegen einhergeht!

Vielleicht denkst du demnächst daran, wenn du dich über lange Wege oder Wartezeiten aufregst. Oder wenn du dich davor scheust! Sie sind Teile des Geschenks – ein Teil deines Lebens! Nimm es dankbar an – mache das Beste daraus – und schau, wo genau in dem Moment das Geschenk darin liegt.

Alles Liebe

Michael

Türchen 21 – Seesterne

Loren Corey Eiseley, ein literarischer Naturwissenschaftler (1907 – 1977), beschreibt in seinem  „The Star Thrower“ wie er eines Morgens am Strand spazieren ging und eine Beobachtung machte, die sein Leben stark beeinflusste.

Der Sternewerfer

Die Flut hatte in der Nacht Tausende von Seesternen an den Strand gespült. Eiseley sah einen Jungen im Sand knien, der einen Seestern nach dem anderen aufsammelte, um ihn dann ins Meer zurückzuwerfen.

Nachdem er dem Jungen einige Minuten zugeschaut hatte, fragte Eiseley ihn, was er da tue. Der Junge richtete sich auf und antwortete:

„Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe und die Sonne brennt herunter. Wenn ich das nicht tue, dann sterben sie.“

Eiseley schaute verwundert und beschloss, dem Jungen klar zu machen, dass seine Aktivität sinnlos war. Er sagte:

„Aber junger Mann, ist dir eigentlich klar, dass hier Kilometer um Kilometer Strand ist? Überall liegen Seesterne herum. Die kannst du unmöglich alle retten, das hat doch keinen Sinn!“

Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen weiteren Seestern auf, warf ihn ins Meer zurück, lächelte und sagte:

„Aber für diesen hat es einen Sinn.“

Was meinst du? War der Junge in der Lage, alle Seesterne an diesem Tag zu retten?
Nein, sicherlich nicht, aber er fühlte sich dafür verantwortlich, das zu tun, was ihm möglich war. Es hat nicht für alle Seesterne einen Unterschied gemacht, wohl aber für einige. Sie bekamen die Chance, wieder ins Meer zurückzukommen, zu überleben.

Seesterne
Seesterne

Aus vielen persönlichen Gesprächen, Telefonaten, E-Mails und Kommentaren weiß ich, dass unsere Internetseite, mit ihren Beispielen, Botschaften, Geschichten und Inspirationen für einige einen Unterschied macht.

 


Darum geht es mir! Darum geht es mir in den Adventstürchen und insbesondere in den Coaching– und Trainingsangeboten, Sichtweisen zu ändern, Möglichkeiten aufzuzeigen und anzubieten!

Erinnere dich daran, wenn der Gedanke auftaucht: „Ich kann doch sowieso nichts ändern.“

Doch!!! Wir alle können etwas ändern. Du kannst etwas ändern. Und wenn es unsere –
deine Sicht der Dinge ist. Alles zählt. Auch das teilen der Geschichte mit anderen.

Alles Liebe

Michael

Türchen 20 – Kerze der Hoffnung

4-Kerzen_weihnachtskranzVier Kerzen brannten am Adventskranz. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Kerze der Hoffnung

Die erste Kerze seufzte und sagte: “Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden. “

Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: “Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.”

Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. “Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen. “

Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: “Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!” Und fast fing es an zu weinen.

Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. 1 KerzeSie sagte:
“Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.”

Da nahm das Kind die vierte Kerze und zündete m4-kerzenit ihrer Flamme die drei anderen wieder an, bis endlich alle erneut in hellem Licht erstrahlten.

Alles Liebe und einen schönen
4. Advent

Michael

Türchen 19 – Ist das wahr …?

„Die drei Siebe“ oder „Ist das wahr?“

Audiodatei zum abspielen des gesamten Textes

Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.

“Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund ….”

“Halt ein”, unterbrach ihn der Philosoph. “Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?”

“Drei Siebe? Welche?”, fragte der andere verwundert.

“Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft, ob es auch wahr ist?”

Wahr-heit
Wahr-heit

Nein, ich hörte es erzählen, ich weiß nicht, ob es wahr ist, aber ….”

„Warte, bevor du weitersprichst,  du hast es doch sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht wahr ist – wenigstens gut?”

Güte
Güte

 

Der andere zögerte. “Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil ….”

 

 

“Nun”, unterbrach ihn Sokrates,
“so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint.”

Notwendig
Notwendig

“Notwendig gerade nicht….”

“Also”, lächelte der Weise, “wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit.”

Weder wahr, noch gut, noch notwendig!

Doch wie oft am Tag finden solche Gespräche im Inneren und im Äußeren statt.

Wie oft ist es nicht wahr?

Wie oft ist es nicht gut?

Wie oft ist es nicht notwendig?

Wie oft bringt uns genau das in schlechte Gefühle?

Wie oft raubt uns das Energie und Kraft?

Wie oft fehlt uns dann Zeit für das wirklich Wichtige?

Wie oft belasten wir uns mit solchen Gesprächen, in dem wir sie zulassen oder auch unbewusst selber führen?

Doch wir können das stoppen! Wenn wir es wollen!

Wir  können uns dessen bewusst werden und ganz einfach trainieren, anders zu reagieren und zu handeln.

Es ist wesentlich leichter, als wir allgemein denken und es steigert unser Wohlbefinden und  unsere Lebensfreude.  Im Januar starten wir speziell hierzu ein tolles Programm mit weitergehenden Tipps und konkreter Unterstützung. 

Alles  Liebe

Michael

Türchen 18 – Probleme der anderen

Probleme-der- anderen Baum Die Probleme der anderen

Es stand einmal in einem Dorf ein uralter, starker Baum.

Eines Tages wurden alle Dorfbewohner eingeladen, ihre Sorgen, Probleme und Nöte gut verpackt an diesen Baum zu hängen.

Die Bedingung war allerdings, dafür ein anderes Paket mitzunehmen.

Zu Hause wurden die fremden Pakete geöffnet. Doch es machte sich Bestürzung breit, denn die Sorgen und Probleme der anderen schienen deutlich größer als die eigenen!

Und so liefen alle wieder zurück zu dem alten Baum und nahmen statt der fremden schnell wieder die eigenen Pakete an sich und gingen zufrieden nach Hause.

Eine Geschichte aus Indien
Die Probleme der anderen sind uns oft nicht bewusst

Wir sehen nur unsere eigenen Probleme! Und da steckt manchmal unsere ganze Aufmerksamkeit fest. Sie ist regelrecht gebunden und nimmt an Intensität zu.

Es heißt ja auch:  Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, wird größer! Es nimmt immer mehr Raum ein, die ganze Energie geht dort hin. Es wird immer realer und größer! Das gilt für Positives wie Negatives.

Hast du Lust das auszuprobieren? Dann hör dir die Audioaufnahme an. 

 

„Na, wie war das für dich?“

In der Geschichte passiert folgendes: die Bewohner beginnen ihre Aufmerksamkeit auf die Probleme der anderen zu richten und von ihren eigenen abzuziehen. Und in diesem Licht betrachtet, erscheinen auf einmal die eigenen Probleme gar nicht mehr so groß.

Es gibt viele Beispiele von Menschen, die echte, große Probleme und Herausforderungen haben und sie meistern.

 

Wir haben doch meist nur Luxusprobleme! Ja, Luxusprobleme,  verglichen mit der Situation so vieler Menschen in vielen Ländern dieser Erde. Da geht es um die Existenz. Um die minimale Grundversorgung mit Wasser, Essen, Medikamenten, um das tägliche Überleben. Um Sicherheit, Hygiene, medizinische Versorgung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf.

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, wo viele gestresst sind mit den ganzen Vorbereitungen, wird es manchem zuviel. Es müssen noch Geschenke besorgt werden. Dann muss noch geklärt werden, wann wer besucht wird oder zu Besuch kommt. Es muss noch für die Festtage reichlich und was besonders Leckeres eingekauft werden. Ach, der Baum auch noch und …

Denke einfach in diesen Momenten an die Probleme vieler Menschen auf der Erde. Möchtest du mit ihnen tauschen? Möchtest du ihr Problem-Paket haben?

Bitte versetze dich jetzt nicht in SCHLECHT-FÜHL-STRESS!  Nimm einfach wahr, wie gut es dir bzw. uns geht!

Nimm den Druck raus! Es muss nicht immer alles perfekt und noch größer und noch besser sein!

Freue dich daran, wie gut es dir im Verhältnis zu vielen anderen Menschen auf dieser Erde geht! Sei dankbar für dieses aufregende, abwechslungreiche und so reichhaltige Leben!

Und wenn du Freude daran hast, dann gib etwas ab.  Von deiner Freude, von deinem Reichtum!

Genieße dein Leben! Habe Lebensfreude!

Probleme der anderen - Lebensfreude

Alles Liebe

Michael

 

 

PS: Und wenn du Freude an dem heutigen Türchen hast, dann teile es doch einfach mit anderen!

Türchen 17 – Optimistisch …

Optimistisch oder pessimistisch

Es waren einmal Zwillinge, die glichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen. Ansonsten waren sie aber vollkommen verschieden.

Wenn es dem einen zu heiß war, war es dem anderen zu kalt. Wenn der eine sagte: “Die Musik ist zu laut”, wollte der andere die Musik noch lauter. Und der auffälligste Unterschied zwischen den beiden war der, dass der eine von ihnen zu jeder Stunde optimistisch und zuversichtlich war, während sich der andere immer schlecht gelaunt und pessimistisch gab.

Als sie nun eines Tages Geburtstag hatten, wagte der Vater der Zwillinge ein Experiment: Er wartete am Vorabend des Geburtstages so lange, bis seine Söhne eingeschlafen waren, und machte sich dann heimlich ans Werk.

SpielzeugEr füllte das Zimmer des Pessimisten bis unter die Decke voll mit den schönsten Geschenken: Spielzeug, Sportgeräte, technische Geräte und vieles mehr.

 

 

Optimistisch

Dem Optimisten aber legte er nur einen stinkenden
Haufen Pferdeäpfel ins Zimmer – sonst nichts. Nun war er gespannt, was passieren würde.

 

 

Am nächsten Morgen schaute der Vater zuerst ins Zimmer des Pessimisten. Er fand ihn laut klagend am Boden sitzen, inmitten der ganzen wundervollen Geschenke.

“Warum weinst du denn?”, fragte der Vater.

“Erstens, weil meine Freunde neidisch sein werden, zweitens, weil ich die ganzen Gebrauchsanleitungen lesen muss, bevor ich mit den Geschenken etwas anfangen kann, drittens, weil ich für die meisten dieser Spielsachen ständig neue Batterien brauchen werde und viertens, weil im Lauf der Zeit bestimmt ein paar von den Spielsachen kaputtgehen werden!”

Darauf ging der Vater in das Zimmer des optimistischen Zwillings. Dieser hüpfte vor Freude um die Pferdeäpfel herum.

“Warum bist du denn so fröhlich?”, fragte der Vater.

“Ganz einfach”, antwortete dieser, “weil irgendwo im Haus ein Pony sein muss!”

Wie ist es bei dir? Optimistisch oder pessimistisch?

Freust du dich?
Bist du  erwartungsvoll?
Oder musst du all die vielen Gebrauchsanleitungen lesen?

Die gute Nachricht: Lebensfreude kann man trainieren!

Alles Liebe

Michael und das Lebensfreude Team